Ratgeber

Diagnose Krebs

Die Diagnose Krebs ist für Patienten wie auch deren Angehörige niederschmetternd. Nichts ist danach so wie es vor dem Befund einmal war.

So belastend die Nachricht einer Tumorerkrankung jedoch auch ist, muss diese nicht zwangsläufig das Lebensende bedeuten, denn die Krebstherapie hat in den vergangenen Jahren enorme Fortschritte gemacht. Das Wissen, dass viele Tumorarten inzwischen erfolgreich behandelt werden können, stellt für die Betroffenen bereits häufig eine große Hilfe dar.

Entscheidend für den Einsatz einer erfolgreiche Therapie ist jedoch immer das sich Krebspatienten möglichst bald nach der gestellten Diagnose aktiv mit der Erkrankung und den geeigneten Behandlungsmaßnahmen auseinandersetzen.

Was soll ich jetzt tun?

Welcher Arzt / welche Klinik ist für mich am besten geeignet?

Wie kann ich selbst mithelfen?

So oder ganz ähnlich lauten die meisten Fragen von Krebspatienten nach erfolgter Diagnose. Viele Patienten wollen heute aktiv den Therapieerfolg unterstützen und so einen möglichen Heilungsprozess mitgestalten.

Wie aus gesunden Zellen Tumorzellen werden

Was ist Krebs und was passiert bei einer Krebserkrankung eigentlich im Körper? Das sollten Sie und Ihre Angehörigen jetzt wissen.
Der Begriff "Krebs" steht für bösartige, sogenannte maligne Tumoren. Ein Tumor, lateinisch auch als Geschwulstoder Schwellung bezeichnet, entsteht durch anormale Gewebewucherungen in unserem Körper die entweder gutartig (benigne) oder bösartig sein können. Krebs ist jedoch nie gutartig und beginnt stets in mehreren Schritten. Durch eine fehlerhafte Veränderung der Gene, die vom Körper nicht mehr repariert werden können, entsteht bei diesem Vorgang eine unkontrollierte Zellteilung und Tumorzellen werden gebildet.

Tumorzellen sind schnell und extrem wandlungsfähig. Dabei können sie sich durch stetig neue Veränderungen in ihrem Erbmaterial an neue Bedingungen anpassen. Als Beispiel ist hier die Bildung von Metastasen zu nennen. Damit Krebszellen überhaupt streuen können, müssen diese zunächst verschiedene Eigenschaften von gesunden Zellen verlieren und andere neue dazugewinnen. Krebszellen nutzen hierfür das sogenannte "Lymphozyten-Wanderprogramm", bei diesem Vorgang nehmen die Krebszellen die speziellen Eigenschaften der beweglichen weißen Blutkörperchen an. Durch diesen Vorgang können sie sich "verkleidet" als wichtige Immunzellen, völlig unbemerkt in den Lymphbahnen fortbewegen und in weitere Gewebebereiche eindringen.

Behandlungsmöglichkeiten

Für die richtige Auswahl der erforderlichen Behandlungsmaßnahme ist es zunächst entscheidend um welche Krebsart es sich handelt und wie weit die Erkrankung bereits fortgeschritten ist.
Ebenso ist hierbei von Bedeutung ob die Tumorzellen ggfs. auch auf andere Organe gestreut haben. In vielen Fällen gibt es jedoch nicht nur eine einzige Behandlungsmethode, sondern vielmehr eine Mehrzahl an unterschiedlichen Therapiemaßnahmen die sich im Idealfall ergänzen und für den Patienten synergistisch unterstützen können.
Wenden Sie sich hierzu vertrauensvoll an Ihren Facharzt um die für Sie individuell geeignete Behandlung auszuwählen.

Was ist ein Onkologe und was ist seine Aufgabe?

Ein Onkologe ist ein Arzt, der auf die Behandlung von Tumorerkrankungen spezialisiert ist. Er ist mehr als nur eine Person, die Chemo- oder Strahlentherapien verordnet, eine Operation oder eine Anti-Hormontherapie empfiehlt um Krebs zu heilen oder ihn unter Kontrolle zu bekommen. Onkologen sind Fachärzte, die im Rahmen eines ganzheitlichen Konzeptes Krebspatienten helfen, so lange und so gut zu leben wie nur irgendwie möglich.

Der Operative Eingriff

Eine Operation stellt für viele Krebspatienten eine wichtige Behandlungsform dar.
Diese hat stets das Entfernen von Tumorgewebe zum Ziel, entweder für die Erkenntnis weiterer erforderlicher Untersuchungsmaßnahmen oder zur direkten Behandlung. Operationen können zudem erforderlich werden, um durch einen Tumor ausgelöste Komplikationen zu lindern oder aufzulösen.
Die größten Erfolgschancen hat eine Operation, wenn der Krebs frühzeitig erkannt wurde und noch keine Metastasen bilden konnte.
In den vergangenen 20 Jahren hat sich die Klinikforschung intensiv weiterentwickelt und Operationen werden in vielen Fällen sehr viel schonender und bevorzugt auch Minimal-invasiv, also nach der sogenannten "Schlüsselloch-Chirurgie" durchgeführt. Auch können einzelne Tumore vor einer geplanten Operation im Rahmen einer Chemo- und Strahlentherapie deutlich verkleinert werden, um den erforderlichen Eingriff für den Patienten dann so gering wie möglich zu halten.

Die Strahlentherapie

Die Strahlentherapie oder auch Radiotherapie genannt, gehört neben der Operation oder der Chemotherapie zu den zentralen Säulen in der Krebstherapie.
Statistisch gesehen kommt bei jedem zweiten Krebspatienten im Laufe seiner Erkrankung eine Strahlentherapie zum Einsatz. Im Unterschied zur medikamentösen, im gesamten Körper wirkenden Chemotherapie, handelt es sich bei der Strahlenbehandlung um eine rein lokale Maßnahme - die tumorzerstörende Wirkung erfolgt daher nur innerhalb der Bestrahlungsregion.
Hierbei werden die Tumorzellen mithilfe einer ionisierenden Strahlung angegriffen. Der Wirkmechanismus basiert hierbei auf einer Schädigung der Erbsubstanz der bestrahlten Zellen.
Dadurch wird die Zellteilung gestoppt und die Krebszellen sterben ab. Die Tumore werden kleiner oder können sich sogar auflösen.

Da die zellschädigende Wirkung der Strahlentherapie nicht zwischen kranken und gesunden Körperzellen unterscheiden kann, werden bei dieser Therapieform auch die gesunden Zellen in der unmittelbaren Umgebung getroffen. Da Tumorzellen jedoch wesentlich stärker auf die Bestrahlung reagieren, sterben diese schneller ab und werden von den Immunzellen des Körpers zügig abgestoßen. Gesunde Zellen können sich dabei häufig wieder selbst regenerieren. Um diesen hierbei ausreichend Zeit für die Reparatur der Erbgutschäden zu geben, wird bei der Strahlentherapie die jeweilige Intensität der Bestrahlung die für den Patienten vom Arzt festgelegt wurde, auf mehrere einzelne Behandlungstermine (Fraktionen) aufgeteilt.

Zu den bisher bekannten Nebenwirkungen, die dabei am häufigsten auftreten, gehören Entzündungsreaktionen in den bestrahlten Hautbereichen. Nicht selten berichten Patienten auch von starker Müdigkeit, Kraft- und Energielosigkeit, Kopfschmerzen sowie Magen-Darm-Beschwerden die in Form von Übelkeit und Durchfällen auftreten können.

Die Chemotherapie

Die Chemotherapie gehört neben der Operation oder der Strahlentherapie zu den zentralen Säulen in der Krebsbehandlung. Diese basiert auf der gezielten Verabreichung chemischer Substanzen, den sogenannten Chemotherapeutika oder auch Zytostatika genannt. Sie greift dabei unmittelbar in den Vermehrungszyklus der Krebszellen ein, die sich besonders schnell teilen. Die Wirkstoffe der Chemotherapie stehen den betroffenen Patienten dabei in Form von Infusionen, Spritzen oder auch Tabletten zur Verfügung.

Zu den bisher bekannten Nebenwirkungen, die im Rahmen einer Chemotherapie am häufigsten auftreten, gehören Haarausfall, Verdauungsstörungen (Übelkeit und Durchfälle), Blutarmut und ein stark geschwächtes Immunsystem. Nicht selten berichten Patienten auch von extremer Müdigkeit (Fatique Syndrom) Kraft- und Energielosigkeit.

Die Anti-Hormontherapie Stoppsignal für das Krebswachstum

In der Anti-Hormontherapie werden einzelne Tumorarten durch den Entzug bestimmter Hormone behandelt. Hierzu zählen beispielsweise Brust-, Prostata- oder auch Eierstockkrebs. Bei diesen Krebserkrankungen sind die Tumorzellen direkt vom Hormonspiegel abhängig, das heißt sie entstehen und wachsen erst unter dem Einfluss bestimmter Hormone.

Hierzu zählen beispielsweise das Östrogen und Testosteron. Genau hier setzt die Anti-Hormontherapie an.
Bei dieser Behandlungsform werden dem Körper speziell entwickelte Medikamente zugeführt, die sich unmittelbar auf den Hormonstatus auswirken. Körpereigene Hormone werden dabei ausgeschaltet, dadurch kann die Ausbreitung von Krebszellen direkt gehemmt werden und das Tumorwachstum aufgehalten werden.

Die in der Anti-Hormontherapie eingesetzten Medikamente, haben im Vergleich zur Chemo- oder Strahlentherapie, vergleichsweise deutlich weniger Nebenwirkungen. Zudem richten sie sich nicht gegen gesundes Gewebe. Dies heißt jedoch nicht, dass diese Form der Krebsbehandlung vollständig frei von Nebenwirkungen oder Risiken sein muss. Hinzu kommt die oftmals lange Behandlungsdauer der Anti-Hormontherapie, die nicht selten zu erheblichen Belastungen und zur Einschränkung der Lebensqualität beiträgt.

Reha-Maßnahmen nach der Krebsbehandlung. Besser leben durch onkologische Reha

Eine Krebserkrankung und deren Behandlung ist für den Körper extrem belastend und kräfteraubend. Denn häufig werden durch Operation oder Chemo- und Strahlentherapie der gesamte Organismus und die Psyche der Betroffenen in Mitleidenschaft gezogen. Daher kann eine onkologische Reha mit einer individuell angepassten Therapie unter fachkundiger Betreuung eine ausgezeichnete Hilfe für Krebspatienten darstellen.

Dies ist insoweit von besonderer Bedeutung, da eine gute onkologische Reha dazu beiträgt neue Kraft und Energie für die Rückkehr in den häuslichen Alltag und den Beruf aufzutanken. Darüber hinaus unterstützt sie den Behandlungserfolg und kann das Risiko für erneute Rückfälle im Idealfall verringern.
Die Kosten dieser Maßnahme werden hierbei überwiegend von den Krankenkassen oder der Rentenversicherung übernommen.

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